Heute war wieder so ein Tag. Einer dieser Tage, an denen man ohne Inspiration und Antrieb einfach nur auf der Couch rumlümmeln möchte. Mein Körper fühlte sich schwer an und alles erschien irgendwie träge und langsam. Meine Gedanken sabotierten sich selbst. Ich lauschte ihnen, versuchte, neutral zu bleiben, was mir nicht gelang. Nach einer gefühlten kleinen Ewigkeit löste sich dieser Zustand allmählich auf und ich stellte zu meinem Erstaunen fest, dass die „Schlechte-Laune-Wolke“ vorüber gezogen war. Plötzlich musste ich lachen. Über mich. Meine Gedanken. Mein zusammengekrümmtes Dasein.Meine Mundwinkel richteten sich wieder nach oben und ich stand auf, um mir einen Tee zu machen. „Es ist okay“, sagte meine innere Stimme. „Das gehört zum Leben dazu. Auch das „sich fallen lassen“ darf gelebt und muss nicht unterdrückt werden.“
Früher nannte ich solche Tage Schattentage. Diese Leere. Ich konnte es nie annehmen, ich kämpfte dagegen an. Zum Glück kam dann mit den Jahren die Erkenntnis, dass es ein enormes Geschenk ist, sich selbst beobachten zu können. Denn sie zeigen mir, was ich brauche. Ich nehme alles wahr – die gute Stimme aber auch den inneren Selbstsaboteur. Auch dieser darf ab sofort dazu gehören, denn ich vertreibe ihn nicht mehr, habe ich doch in ihm einen guten Wegweiser gefunden – eben die Dinge zu beleuchten, die ich NICHT mehr will Was dann sofort hilft, ist Lachen. Aufstehen. Weitermachen. Dem Ganzen nicht so viel Gewicht geben. Es gehört dazu. Es darf sein.